EinleitungDiamant- und Bornitrid (CBN) bezeichnet man als Superschleifmittel wegen ihrer deutlich höheren Härte im Vergleich zu traditionellen Schleifstoffen wie Korund (Al2O3) oder Siliziumkarbid (SiC). Diamant- und Bornitrid werden bei hochleistungsfähigen Schleifprozessen verwendet. Beide Schleifstoffe besitzen eine hohe Beständigkeit gegen Verschleiß, was aus wirtschaftlicher Perspektive die Schleifeffizienz steigert und die Bearbeitungskosten senkt. Hauptvorteile von Diamant- und Bornitrid sind:
Im Gegensatz zu Diamant, zeigt CBN jedoch eine sehr viel geringere Reaktivität gegenüber Eisen, so dass es sich hervorragend zur Stahlzerspannung eignet. Anwendung von DiamantDurch seine Härte, seine Verbrauchsbeständigkeit, sowie die thermische Widerstandsfähigkeit, ist Diamant als superhartes Schleifmittel prädestiniert. Es eignet sich hervorragend zur Bearbeitung von:
Anwendung von BornitridEbenso wie Diamant wird Bornitrid auf einem synthetischen Weg gewonnen. Nach Diamant ist CBN das zweithärteste aller bekannten Materialien. Außerdem zeichnet sich CBN durch eine geringere Oxidationsneigung und chemische Reaktivität, sowie eine große Warmhärte aus, die bei hohen Temperaturen sogar über der von Diamant liegt. Bornitrid- Schleifscheiben werden zur Bearbeitung von:
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DurchmesserFür die Auswahl des Schleifscheibendurchmessers ist das verwendete Schleifmaschinenmodell ausschlaggebend. Falls die Möglichkeit besteht, ist es sinnvoll einen größeren Schleifscheibendurchmesser zu wählen. Dieser garantiert eine höhere Oberflächengüte und ist wegen der höheren Spannabfuhr aus ökonomischer Sicht zu empfehlen. Beim Schleifen von Öffnungen ist darauf zu achten, dass der Durchmesser der Schleifscheibe, ca. 60-80% des Durchmessers, der bearbeiteten Öffnung entspricht. Kleine Durchmesser erschweren es eine hohe Oberflächengüte zu erreichen, zu große Durchmesser dagegen, beeinträchtigen eine einwandfreie Bearbeitung der Öffnung. KorngrößeDie Korngröße hängt von der Schleifmethode des bearbeiteten Materials, sowie der gewünschten Oberflächenrauheit ab.
Bei der Auswahl der Körnung muss folgendes berücksichtigt werden: Schleifscheiben mit einer großen Körnung steigern die Arbeitsproduktivität. Dennoch erreichen große Schleifscheiben nicht eine so hohe Oberflächenqualität wie kleine Schleifscheiben, die für das Feinschleifen geeignet sind. Aus wirtschaftlichen Gründen, sollte daher jeweils die gröbste Körnung gewählt werden, mit der eine akzeptable Oberflächengüte noch erreicht werden kann KornkonzentrationDie Kornkonzentration bezeichnet den Anteil der Diamant-, bzw. Bornitrid- Körnung in einer Volumeneinheit 1cm2 des Schleifbelages. Bei Diamantschleifscheiben mit galvanischer Bindung wird die Kornkonzentration K50 verwendet, was dem Inhalt von 2,2 Karat Körnung in 1cm3 des Schleifbelages entspricht. Bei Bornitrid- Schleifscheiben mit galvanischer Bindung wird die Kornkonzentration V120 verwendet, was dem Inhalt von 2,09 Karat Körnung in 13 des Schleifbelages entspricht Bezeichnung der BindungSchleifscheiben mit galvanischer Bindung tragen die Bindungskennzeichnung G. |
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KühlmittelzufuhrSchleifen mit Kühlung, wird überall empfohlen, wo die Maschinenkonstruktion und Arbeitsweise dies ermöglichen. Das Kühlmittel leitet die Wärme ab und spült die abgehobenen Schleifspäne weg. Folglich werden beim Nassschleifen bessere Ergebnisse und eine höhere Wirtschaftlichkeit erzielt. Kühlmittel die verwendet werden sind: Schleiföle mit EP-Zusätzen, Emulsionen (Wasser mit 0,5 - 2,0% Ölanteil), wässrige Salzlösungen mit EP-Zusätzen. Beim Trockenschleifen sind ein geringer Anpressdruck und niedrige Umlaufgeschwindigkeiten empfohlen. Ferner soll der Schleifprozess in regelmäßigen Abständen unterbrochen werden, um das Werkstück sowie die Schleifscheibe abkühlen zu lassen. Wahl der BearbeitungsparameterBei Schleifscheiben mit einer geringen Korngröße ist während des Schleifens darauf zu achten, dass die Schleifzugabe nicht zu hoch ist. Dies führt zu einem schnellen Verschleiß des Schleifbelages und verringert die Oberflächengüte. Beim Erstschleifen ist eine möglichst hohe Korngröße auszuwählen, mit der eine hohe Materialschicht abgetragen werden kann Es wird empfohlen eine Schleiftiefe anzuwenden, die nicht mehr als 20% von der Nominalgröße des Korns abweicht. So ist z. B. darauf zu achten, dass bei der Korngröße D126 (B126) gemäß FEPA, die Schleifzugabe nicht höher als 0,025 mm ist. Empfohlene Parameter bei der Bearbeitung von BohrungenBei der Bearbeitung von Bohrungen mit Schleifstiften in galvanischen Bindungen, sind die Parameter in der unten angegebenen Tabelle maßgebend:
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Wahl der SchleifscheibeWahl der Schleifscheibe:
Eine Bestellung soll folgende Parameter enthalten (s. Muster): Kennzeichnungsschema von SchleifscheibenSchleifscheiben mit galvanischer Bindung, sind gemäß dem unten vorhandenen Schema gekennzeichnet:
Beispiel 1:Bei der Bestellung einer Schleifscheibe mit den Parametern:
sieht die Bestellung wie folgt aus: 6A1 150x40x25 D107 K50 G Beispiel 2:Bei der Bestellung einer Schleifscheibe mit den Parametern:
sieht die Bestellung wie folgt aus: 1A1W 3,5x5x3/50 B151 V120 G BestellungsaufnahmeUm die Schleifscheibe speziell Ihren Wünschen nach zu konstruieren, bitten wir Sie in der Bestellung - falls die Möglichkeit besteht - auf das Schleifmaschinenmodell und den Bearbeitungsvorgang (Nass- mit Kühlung bzw. Trockenschliff) hinzuweisen. |